Historische Weimarfotos aus der Sammlung Magdlung

   

Zu den Fotos - Stadtplan 1909

 

Das "Stammhaus" in der Marktstraße Nr. 15

Das Schaufenster um 1920

Bild Karl Magdlung

Karl Magdlung

 

Hintergrund

Die hier vorgestellten historischen Fotos und Abbildungen sind der Sammlung von Dr. Klaus Magdlung entnommen. Die Sammlung wurde von seinem Onkel Karl Magdlung in den vierziger Jahren des vorigen Jahrhunderts angelegt. Das war naheliegend, ist doch die Familie seit dem 17. Jahrhundert in Weimar ansässigt.

Eine Anzeige zum 75jährigen Firmenjubiläum 1934 beschreibt sehr genau die Vorfahren der Familie bis hin zum Firmengründer: ...JOHANN HEINRICH MAGDLUNG von 1733 bis 1737 wohnte (in Ettersburg) um dann nach Großkromsdorf zu ziehen; hier war er Nachtwächter und starb 1782. Der Ehe entsprossen neun Kinder darunter JOHANN ERNST MAGDLUNG, geboren am 4. Januar 1733 in Ettersburg , gestorben am 6. April 1823 in Weimar. JOHANN ERNST MAGDLUNG war fürstlicher Hausdiener im Schloss zu Weimar, er hatte sechs Kinder, von denen JOHANN GOTTFRIED MAGDLUNG, geboren am 23. Februar 1798 in Weimar, gestorben 13. April 1873 in Weimar, Hofküfer wurde. Sein Sohn AUGUST FRIEDRICH ADOLPH MAGDLUNG lernte in Weimar als Drechsler und heiratete als Drechslermeister die Tochter des Hofdrechslermeisters Fr. Hopfgarten, dessen Geschäft er übernahm und so gründete er am 15. 2. 1859 die Firma: Adolph Magdlung, Drechslermeister und Schirmfabrikant

Anzeige 1859

Anzeige in der Zeitung "Deutschland"


Dessen Sohn Max übernahm 1897 die Firma und führte sie bis 1928. Dann übernahm Karl Magdlung (*1896) das Schirmgeschäft und leitete es bis zu seinem Tod 1963. Seine Frau, Elisabeth Magdlung, schenkte im Jahr 1976 die "Alt Weimar Sammlung" ihrem Neffen und meinem Schwiegervater Dr. Klaus Magdlung. Als er 2005 verstarb, übernahm ich die Sammlung und stelle sie jetzt -mit seinem Einverständnis- einem breiten Interessentenkreis über dieses Medium zur Verfügung. Die komplette Aufbereitung für das Internet wird aber noch eine geraume Zeit in Anspruch nehmen. Auch werde ich noch Seiten mit Dokumenten zur Firmengeschichte einfügen.

Die gesamte Sammlung umfasst neben einer Vielzahl von Weimar-Literatur, etwa 600 historische Fotos als Papierabzüge (vorwiegend Reproduktionen) und ca. 300 z.T. originale Glasnegative. Diese habe ich aus konservatorischen Gründen dem Weimarer Stadtarchiv 2016 übereignet.

Es werden einmal nicht nur die Stätten des Klassischen Weimar im Mittelpunkt stehen, sondern auch die "normalen" Quartiere. Angelegt ist die Fotosammlung so, dass sie zu einem virtuellen Spaziergang von Süden nach Norden durch Weimar einläd. Dabei werden die Straßen und einzelnen Bauwerke mit Fotos um die Jahrhundertwende dokumentiert, aber auch (wenn vorhanden) mit (Reproduktionen) historischer Stiche und Gemälde. Ein Großteil der Aufnahmen stammt aus dem wichtigsten Weimarer Fotografenatelier der damaligen Zeit, Louis Held. Weiterhin ist die "Photografische Kunstanstalt" W. Hartan mit sehr vielen Fotos vertreten. Die Zerstörungen des 2. Weltkrieges finden ebenso Eingang in das Archiv. Vermutlich wurden diese Aufnahmen von Karl Magdlung gemacht. Mein Schwiegervater fotografierte auch noch einige markante Ecken zu den historischen Vorbildern, nachdem er 1975 diese Fotosammlung übernommen hatte. Auch diese Fotos sind jetzt schon als historisch im weiteren Sinne anzusehen. Zeigen sie doch den Verfall der Weimarer Bausubstanz zu Zeiten des real existierenden Sozialismus.

Meist sind mehrere Fotos in Gruppen auf A3 Blättern geklebt. Meine Nummerierung folgt den Originalblättern. So bedeutet "K1-83_5", es ist die 5. Abbildung (im Uhrzeigersinn) auf dem Blatt 83 aus dem Karton 1. So kann es aber auch passieren, das ein Foto noch mit auf einem Blatt ist, aber eigentlich schon zu einer anderen Straße gehört. Ich habe das dann aber so belassen. Die Straßennamen sind meist mit den zu den damalig gültigen Bezeichnungen aufgelistet*. Auf den Einzelseiten habe ich den heutigen Namen mit vermerkt.

Sie können Ihren fotografischen "Rundgang" am Felsenkeller in der jetzigen Humboldtstraße beginnen und weiter über den Wielandplatz, vorbei am Goethehaus auf dem Frauenplan, der Schillerstraße und dem Park bis zum Schloß gehen. Dann führt Sie der Weg nach Norden über den Markt, der Erfurter Straße, dem Goetheplatz mit der Post und dem Gebiet um den Graben mit dem Asbachviertel (das es im östlichen Teil um den Kettenberg durch die Überbauung mit dem Gauforum nicht mehr gibt). Über den Museumsplatz und die Carl-August-Allee erreichen Sie dann zum Abschluss den Bahnhof. Viel Spaß beim Entdecken!

Für Hinweise und Anregungen oder wenn Sie Fotos aus der Sammlung verwenden wollen, erreichen Sie mich per E-Mail (postmaster at weimar-historischefotos.de) . Wenn Sie wissen wollen, wie ein Teil der hier gezeigten historischen Gebäude heute aussehen, so finden Sie diese in der Gegenüberstellung auf den - Zeitsprung - Webseiten von Alexander Rutz (Weimar).

 

Stephan Liebig

September 2019

 


06.09.2019

 

Zu den Fotos - Stadtplan 1909


 

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